Mittwoch, 17 März 2021 12:45

Kürzere Nutzungsdauer von PCs

Aufgrund des technischen Fortschritts und des damit verbundenen schnelleren Wandels von Computern wird die steuerliche Nutzungsdauer für diese Geräte ab 2021 nur noch ein Jahr betragen.

Dass heißt, dass technische Wirtschaftsgüter können unter Umständen ganz im Jahr der Anschaffung steuerliche geltend gemacht werden. Diese Grundsätze gelten für Anschaffungen sowohl im Betriebs- als auch im Privatvermögen (vgl. BMF-Schreiben vom 26.02.2021).

Die einjährige Nutzungsdauer gilt für folgende Wirtschaftsgüter: Computer, Desktop-Computer, Notebook-Computer, Desktop-Thin-Clients, Workstations, Dockingstations, externe Speicher- und Datenverarbeitungsgeräte (Small-Scale-Server), externe Netzteile sowie Peripheriegeräte. Ebenfalls wird angeschaffte Software (zur Dateneingabe und -verarbeitung, Standardanwendungen und individuell abgestimmte Anwendungen, wie ERP-Software) über diese Nutzungsdauer abgeschrieben.

Hervorzuheben ist, dass die Neuregelung grundsätzlich keine betragsmäßige Höchstgrenze vorsieht. Bisher konnten lediglich Computer und Software mit Anschaffungskosten unter 800 € innerhalb eines Kalenderjahr abgeschrieben werden. Bei Anschaffungskosten über 800 € waren die Aufwendungen/Abschreibungen über einen längeren Zeitraum (i.d.R. 3 Jahre) zu verteilen. Selbstverständlich bleibt es allerdings an der Anforderung, dass die Beträge nur insoweit steuerlich geltend gemacht werden können, wie sie mit betrieblichen oder beruflichen Einnahmen in Verbindung stehen.

Technische Wirtschaftsgüter, die vor dem 01.01.2021 angeschafft wurden, können nach der neuen Regelung im Kalenderjahr 2021 mit dem verbleibenden Buchwert über die Nutzungsdauer von einem Jahr abgeschrieben werden.