Montag, 05 Oktober 2020 10:14

Hoffnungsschimmer für das Gastgewerbe

Bereits kurz nach Beginn der Corona-Krise stritten sich Gastwirte und Hotelbesitzer mit ihren Versicherern um die Einstandspflicht aus Betriebsschließungsversicherungen. Jetzt scheint ein Kompromiss gefunden zu sein.
Geschätzt hat bundesweit jeder fünfte Unternehmer eine sogenannte Betriebsschließungs-Versicherung abgeschlossen - in der Absicht, sich vor solchen Auswirkungen zu versichern, wie sie aktuell aus der Corona-Pandemie resultieren. Die einzelnen Versicherungsbedingungen fallen sehr unterschiedlich aus. Jedoch sind nur wenige Versicherer dazu bereit, die Versicherungssummen zu zahlen.
 
Sie argumentieren, dass die Versicherung nicht greife, wenn der Betrieb aus rein präventiven Maßnahmen geschlossen wird. Eine Hiobsbotschaft vor allem für die Gastronomie- und Hoteleriebranche, die wie kaum eine andere unter starken Umsatzverlusten leidet, weil Geschäftsreisende und Touristen fernbleiben.
 
Unter Vermittlung des bayerischen Ministerpräsidenten Marcus Söder hatten einige Versicherer als Kompromiss angeboten, 15% der vereinbarten Versicherungssumme zu zahlen. Im Gegenzug müssten die Versicherungsnehmer auf alle weiteren Ansprüche verzichten, die einen Bezug zur Corona-Krise haben. Vertreter des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes mahnen hier aber zur Vorsicht und empfehlen, dieses Angebot nicht vorschnell anzunehmen.
Wenn Sie bezüglich Ihrer Betriebsschließungs-Versicherung Fragen haben, beantworten wir diese gern:
 
Rechtsanwältin Svenja Steitz und Rechtsanwalt Boris Pahn.